Zugumstellung[ bearbeiten ]

Die Zugumstellung ist ein von starken Turnierspielern häufig genutztes Mittel um von verschiedenen Eröffnungen aus, eine Stellung zu erreichen, die man genau kennt. Es ist vergleichbar mit einem Taxifahrer, der die kürzesten Nebenwege zwischen zwei Hauptwegen kennt. Exweltmeister Robert Janes Fischer soll ein Meister der Zugumstellung gewesen sein, da er sein Eröffnungsrepertoire auch unter diesem Gesichtspunkt aufgebaut haben soll.

Hier ein Beispiel für eine Stellung, die aus zwei verschiedenen Eröffnungen erreicht werden kann und daher auch häufig vorkommt.



Die obige Partiestellung kann sowohl aus der Skandinavischen Verteidigung als auch aus der Caro-Cann-Verteidigung heraus erreicht werden

1.Stellung nach 1.e4 d5, 2.Stellung nach 2.exd5 Sf6 3.Stellung nach 3.c4 c6, 4.Stellung nach 4.Sc3 cxd5


nach 5.d4 ist die angestrebte Stellung von Weiß endlich erreicht:




1.Stellung nach 1.e4 c6, 2.Stellung nach 2.d4 d5 3.Stellung nach 3.exd5 cxd5, 4.Stellung nach 4.c4 Sf6


und nach 5.Sc3 hat Weiß die angestrebte Stellung erreicht. Es handelt sich hier um die Ausgangsstellung des Panow-Botwinnik-Angriffs einer Hauptvariante der Caro-Cann-Verteidigung!




Einordnung: Zugumstellung
Artikel Nr 351 / letzte Änderung am 25.06.2005, 12:45Uhr

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