Tandemschach[ bearbeiten ]

Beim Tandemschach sitzen sich zwei Teams aus je zwei Spielern an zwei Schachbrettern gegenüber. Die Spieler eines Teams spielen verschiedene Farben.

Wird nun eine Figur geschlagen, so wird diese zum Partner gereicht, der diese an Stelle eines Zuges auf seinem eigenen Brett auf einem freien Feld einsetzen darf. Es gibt außerdem besondere Regeln für das Einsetzen von Figuren.

Gewinnt ein Spieler durch Zeitüberschreitung oder indem er seinen Gegner mattsetzt, hat seine Mannschaft gewonnen, die andere Partie gilt als beendet. Ist die Uhr von jeweils einem Spieler eines Teams abgelaufen oder setzt jeweils ein Spieler eines Teams zeitgleich seinen Gegner matt, dann wird der Kampf als Unentschieden gewertet. Ansonsten gelten die normalen Fide-Regeln.

Der Einsatz von Schachuhren ist bei dieser Variante unverzichtbar, da oft auf Material gewartet wird, um z.B. eine Springergabel oder ähnliches ausnutzen zu können oder einen Mattangriff zu starten.

Da diese Variante sehr stark vom Erfolg des Partners abhängt, sind hier langfristige Strategien selten, und die Variante trägt kaum zur Spielstärke, wohl aber zum Spaß am Schach bei.

Regeln für das Einsetzen von Figuren

Für das Einsetzen gelten je nach Absprache verschiedene Vorschriften:

Für das Einsetzen mit Schachgebot:
  • Figuren dürfen nicht so eingesetzt werden, dass sie Schach bieten
  • oder Figuren dürfen zwar so eingesetzt werden, dass sie Schach bieten, aber nicht so, dass sie Schachmatt bieten.
  • oder Figuren dürfen sowohl schach- als auch schachmatt-bietend eingesetzt werden.

Für das Einsetzen von Bauern:
  • Bauern dürfen maximal bis zur 6. oder 7. (bzw. 3. oder 2.) Reihe eingesetzt werden.
  • oder Bauern dürfen nicht eingesetzt werden
Für das Umwandeln von Bauern:
  • Bauern, die die gegnerische Grundreihe erreichen, sind von da an wie eine Dame (oder auf Wunsch des Spielers wie ein Turm, Läufer oder Springer) zu behandeln ("Pappdame"). Wenn sie geschlagen werden, können sie aber wiederum nur als Bauern eingesetzt werden.
  • oder der Spieler, der am Zug ist, darf sich eine beliebige Figur (außer König und Bauer) vom Brett des Spielers der anderen Mannschaft nehmen ("rausziehen"), der die selbe Farbe hat wie er, und diese für den Bauern einsetzen. Der umgewandelte Bauer geht dann an das gegnerische Team. Hat der gegnerische Spieler mit der passenden Farbe z. B. eine Dame, die er noch einsetzen kann, aber nicht auf dem Brett stehen hat, dann darf diese Figur nicht "gezogen" werden, sondern es muss eine andere, niederwertigere Figur gezogen werden.
  • oder Bauern, die die gegnerische Grundreihe erreichen, "fallen durch" (werden vom Brett genommen und fallen an das gegnerische Team).




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Artikel Nr 276 / letzte Änderung am 23.06.2005, 23:04Uhr

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