Eduard Dyckhoff[ bearbeiten ]

Eduard Dyckhoff (* 14. November 1880 in Augsburg; † 2. März 1949) war ein deutscher Schachspieler. Besonders bekannt wurde er durch seine Erfolge im Fernschach.

Fernschach


1895 spielte Dyckhoff seine ersten Fernpartien. Da das Turniergeschehen damals noch nicht organisiert war, handelte es sich um Privatpartien. Nach dem Ersten Weltkrieg pausierte er, begann aber 1929 wieder mit dem Fernschach. Er beteiligte sich mehrmals erfolgreich an den Bundesmeisterschaften des Internationalen Fernschachbundes IFSB. Wegen der internationalen Teilnehmer galten diese Turniere inoffiziell als Europameisterschaften. Dyckhoff gewann diese Turniere 1929, 1930 und 1931. Danach wurde er zweimal Vizemeister, 1932 hinter Hans Müller und 1936/37 hinter Milan Vidmar. Von den fünfzig Partien in diesen Turnieren gegen die besten Fernschachspieler Europas gewann er 29 und verlor keine einzige. In den Jahren 1935 bis 1939 vertrat er Deutschland bei der Fernschacholympiade erfolgreich an Brett 1.

Nach dem Zweiten Weltkrieg startete Dyckhoff noch bei der Fernschacholympiade 1948, allerdings konnte er dieses Turnier aus Gesundheitsgründen nicht mehr beenden.

Nahschach


Schach erlernte Dyckhoff mit 14 Jahren. 1900 nahm er am Hauptturnier A des Kongresses des Deutschen Schachbundes in München teil. 1913 errang er die bayerische Meisterwürde durch den Gewinn des Hauptturniers in Kitzingen. 1941 siegte er im "Alte-Herren-Turnier" des Kongresses des Bayerischen Schachbundes in Starnberg.

Funktionär


Als Funktionär war Dyckhoff zeit seines Lebens für Schach aktiv:
  • 1900 - 1903: Leiter der Akademischen Schachblätter
  • 1907 - 1908: Leiter der Süddeutschen Schachblätter
  • 1919 - 1923: Vorsitzender des Bayerischen Schachbundes
  • 1928 - 1933: Leiter des Schachfunks beim Rundfunksender München
  • 1929 - 1939: Mitglied des Vorstandes im IFSB
  • 1930 - 1934: Redakteur der Zeitschrift Fernschach

Veröffentlichungen


Sein bekanntester und umstrittenster Aufsatz erschien in der Zeitschrift Fernschach im Juni 1929. In dem Artikel Fernschach – das Idealschach brach er eine Lanze für das bis dahin etwas belächelte Fernschach.

Privat


Dyckhoff promovierte im Fach Jura. Danach arbeitete er als Staatsanwalt, Richter, Syndikus und Rechtsanwalt.

Ehrungen


Zu seinen Ehren veranstaltete der BdF von 1954 bis 1956 das Dr.-Dyckhoff-Fernschach-Gedenkturnier. Eingeladen waren die stärksten Fernschachspieler der Welt. In mehreren Leistungsklassen kämpften 1860 Spieler aus 33 Nationen. Sieger der Meisterklasse wurde Lothar Schmid.


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Artikel Nr 1250 / letzte Änderung am 18.03.2008, 00:25Uhr

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